KI als Sparringspartner: Was ein KI-Berater für Geschäftsführer leisten kann, und was nicht
Wo KI im Alltag von Geschäftsführern wirklich hilft, wo ihre Grenzen liegen und worauf man beim Datenschutz achten sollte.
Viele Geschäftsführer haben niemanden, mit dem sie offen über schwierige Entscheidungen sprechen können. Das Team soll nicht verunsichert werden, der Beirat trifft sich selten, eine Beratung ist teuer. Hier kann eine KI eine echte Lücke füllen, wenn man weiß, wofür sie taugt.
Wo KI wirklich hilft
- Gedanken ordnen: aus einer diffusen Sorge eine klare Frage machen.
- Gegenargumente finden: Was spricht gegen den Plan, den ich eigentlich schon gefasst habe?
- Optionen erweitern: Welche Wege habe ich übersehen?
- Vorbereiten: Gespräche mit Bank, Beirat oder einem wichtigen Kunden durchspielen.
- Dokumente auswerten: Zahlen aus Berichten, Angeboten oder Tabellen zusammenfassen.
Wo die Grenzen liegen
Eine KI kann sich irren, auch wenn sie überzeugt klingt. Wichtige Zahlen sollte man immer an der Quelle prüfen. Sie ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung: Bei Verträgen, Steuern oder Finanzierungen gehört eine Fachperson dazu.
Und sie kennt Ihr Unternehmen nur so gut, wie Sie es ihr beschreiben. Allgemeine Fragen bekommen allgemeine Antworten. Je mehr Kontext, desto brauchbarer das Ergebnis.
Die besseren Fragen
Statt „Soll ich jemanden einstellen?“ lieber: „Wir sind zwölf Leute, der Vertrieb ist voll ausgelastet, die Pipeline ist im letzten Quartal um ein Viertel gewachsen, wir haben Liquidität für acht Monate. Soll ich jetzt einen zweiten Vertriebler einstellen oder in zwei Monaten?“ Die zweite Frage enthält die Informationen, auf die es ankommt.
Datenschutz: worauf man achten sollte
- Keine personenbezogenen Daten von Mitarbeitenden oder Kunden eingeben, wenn es nicht nötig ist. Für die meisten Fragen reichen Rollen statt Namen.
- Prüfen, wo der Anbieter Daten verarbeitet, ob es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung gibt und ob Ihre Eingaben zum Training verwendet werden.
- Klären, ob und wie lange Gespräche gespeichert werden und ob man sie löschen kann.
In ChiefBoard lässt sich jederzeit alles herunterladen und löschen, und die Datenschutzerklärung nennt jeden Dienstleister, der an einer Antwort beteiligt ist.
Fazit
Eine KI ersetzt nicht Ihr Urteil, aber sie kann es schärfen. Nutzen Sie sie als Sparringspartner, der widerspricht, Fragen stellt und Optionen aufzeigt, und behalten Sie die Entscheidung dort, wo sie hingehört: bei Ihnen.